5 Fragen an Undine Kurth, MdB

von duwählst.de am 08.08.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Erstmal denke ich, dass ich ein ganz normaler Mensch bin. Vor 57 Jahren in Sachsen geboren, in Magdeburg aufgewachsen, ausgestattet mit einer großen Liebe zur Natur und mit dem unbedingten Willen, demokratische Regeln für unser Gemeinwesen zu finden. Ich weiß, Demokratie heißt nicht, dass ich immer Recht bekomme. Demokratie heißt aber, dass es einen offenen und ungehinderten Austausch der Argument geben muss. In die Politik bin ich über eine Bürgerinitiative geraten, die sich (übrigens erfolgreich!) nicht damit abfinden wollte, dass man durch ein Straßenbauprojekt eine der artenreichsten Landschaften Deutschlands zerstört. Seit 1994 bei den Bündnisgrünen aktiv und seit 2002 im Deutschen Bundestag engagiere ich mich in den Bereichen Naturschutz-, Tierschutz- und Kulturpolitik - und als parlamentarische Geschäftsführerin meiner Fraktion.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Ich würde gerne mal eben die Welt retten. Sie hat es bitter nötig! Weil ich aber weiß, dass das so einfach nicht ist, habe ich mir bescheidenere Ziele gesetzt – weil viele Schritte in die richtige Richtung auch den Kurs ändern können. So sind meine Schwerpunktthemen Natur- , Arten-, Tierschutz und Kulturpolitik, weil das bestens zusammenpasst. Und wenn ich es denn schaffe, dass wir in der nächsten Legislatur wirklich unseren Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes im Bundestag diskutieren, wenn wir erreichen, dass die Elbe nicht ausgebaut wird und Bibliotheken zu Pflichtaufgaben werden, dann hätten wir Wichtiges erreicht.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Weil keine andere Partei so klar und konsequent dafür eintritt, dass wir Ökologie und Ökonomie zusammen denken und zusammen umsetzen müssen. Nur wer bereit ist, dem ökonomischen Nutzen nicht immer und automatisch den Vortritt zu lassen, wird die Gerechtigkeits- und Umweltprobleme lösen können. Wir Bündnisgrünen setzen uns genau dafür ein, weil wir wissen: Die Party auf Kosten der Zukunft ist vorbei!

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Einen großen! Schließlich ist es eines DER Informations- und Kommunikationsmedien unserer Zeit. Und wer viele Menschen erreichen möchte - lesen möchte, was sie bewegt und sich mit ihnen austauschen will, der freut sich über diese Möglichkeiten. Das Netz ist also bestens geeignet, für grüne Argumente und Ideen zu werben – was ich aus voller Überzeugung tue!

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Manchmal vergessen wir, was für eine großartige Sache es ist, frei wählen zu können. Viele haben an unterschiedlichsten Orten dafür hart gekämpft. Nehmen Sie dieses Bürgerrecht in Anspruch und entscheiden Sie mit, in welche Richtung sich unser Land entwickeln soll. Da kommt es auf jede Stimme an. Also: Wählen gehen – und demokratisch wählen! Nazis brauchen wir nicht.

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