5 Fragen an Ulrike Merten, MdB

von duwählst.de am 23.07.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin 1951 in Bielefeld geboren, aufgewachsen und dort zur Schule gegangen.

Von Beruf bin ich Kauffrau und Drogistin. Meine beiden Söhne sind inzwischen erwachsen. Während der Berliner Sitzungspausen lebe und arbeite ich in Wachtberg, einer kleinen Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis. Neben meinem beruflichen und politischen Engagement habe ich über lange Jahre ehrenamtlich im Strafvollzug, im Kinderschutzbund, in der evangelischen Jugendarbeit und als Richterin am Verwaltungsgericht Minden gearbeitet.

Ich bin Mitglied der IG BCE. Darüber hinaus unterstütze ich mit meiner Mitgliedschaft u.a. die Arbeit des Roten Kreuzes, der Arbeiterwohlfahrt und des Vereins "Gegen Vergessen - für Demokratie".

Wenn es meine Zeit zulässt lese ich gern oder höre Musik. Gerade habe ich Thomas Mann und Tolstoi wiederentdeckt, nachdem ich mich eine ganze Weile auf die neuere amerikanische Literatur konzentriert hatte. Bach und Beethoven gebührt meine besondere Zuneigung. Den notorischen Bewegungsmangel versuche ich per Rad oder zu Fuß auszugleichen. Ich mag alle Jahreszeiten gern, deshalb lasse ich mich auch nicht von schlechtem Wetter abschrecken. Schade, dass so wenig Zeit bleibt, Gäste zu haben. Aber wenn es doch einmal klappt, dann koche ich leidenschaftlich gern italienisch oder indisch.

Seit 1998 sitze ich für die SPD im Deutschen Bundestag.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Ich bin als erste Frau in der Geschichte des Bundestages Vorsitzende des Verteidigungsausschusses (seit 2005). Meine Aufgabe sehe ich darin, die Verteidigungspolitik über die Fraktionsgrenzen hinweg zu moderieren, um für aktuelle Herausforderungen konkrete Lösungen zu erarbeiten. Ich setze mich besonders für eine moderne Ausrüstung ein, die den Soldatinnen und Soldaten ausreichend Schutz bietet und sie befähigt, die Auslandseinsätze erfolgreich zu bestehen. Daneben wird meine Arbeit von der Fürsorge für die Bundeswehrangehörigen bestimmt. Dazu gehört insbesondere auch die Vereinbarkeit von Familie und Dienst in den Streitkräften.
Auf meiner Internetseite www.ulrikemerten.de finden Sie viele weitere Informationen zu meiner politischen Arbeit.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Ich bin seit Jahrzehnten Sozialdemokratin. Gutes Geld für gute Arbeit, eine solidarische Gesellschaft, Chancengerechtigkeit, Arbeitnehmerrechte, eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein nachhaltiger Umgang mit unserer Natur und ein wirkungsvoller Verbraucherschutz: Diese Themen liegen und lagen mir immer besonders am Herzen. Die SPD ist und bleibt für mich die richtige Partei, um diese Ziele zu verwirklichen. Wir haben auch in der großen Koalition viel erreichen können: Einen Mindestlohn für über drei Millionen Arbeitnehmer. Eine deutliche BaFöG-Erhöhung. Niedrigere Lohnnebenkosten, was vor allem den kleinen Einkommen zugute kommt. Mit dem Kinderförderungsgesetz haben wir einen Meilenstein in der Familien- und Bildungspolitik gesetzt: Wir haben den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag ab 2013 festgeschrieben. Dieser Rechtsanspruch verbessert die Infrastruktur für Familien und garantiert durch eine möglichst frühe Förderung mehr Chancengleichheit für alle Kinder. Auch das Elterngeld geht auf die SPD zurück. Mit uns wird es keinen Ausstieg aus dem Atomausstieg geben. Seit 1998 haben wir die Ausgaben für Bildung und Forschung nahezu verdoppelt, was auch dem Rhein-Sieg-Kreis als aufstrebender Wissensregion zugute kommt. Wir setzen uns für verbindliche Standards bei Absolventenpraktika ein. Kurz: Mit der SPD wählen Sie eine zukunftsweisende, nachhaltige Politik. Wir sind die Besseren.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Für mich ist das Internet ein unkomplizierter, zeitgemäßer und sicherlich nicht zu unterschätzender Baustein für die Kommunikation mit Wählerinnen und Wählern. Trotzdem ist es mir wichtig, direkt auf die Menschen zuzugehen und nicht nur darauf zu warten, dass sie meine Internetseite besuchen. Ich gehöre auch nicht zu denjenigen Politikern, die sich wahllos in jedes soziale Netzwerk einklinken, in der Annahme, darauf könne man heutzutage nicht mehr verzichten. Ich denke, solche Manöver sind leicht durchschaubar.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Liebe Leserinnen und Leser, indem Sie sich auf dieser Plattform informieren, haben Sie bereits deutlich gemacht, dass das Klaglied von der allgemeinen Politikverdrossenheit auf Sie nicht zutrifft. Machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch und wählen Sie am 27. September Ihren Vertreter/Ihre Vertreterin in Berlin.

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