5 Fragen an Bettina Herlitzius, MdB

von duwählst.de am 15.07.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Bettina Herlitzius. Geboren wurde ich am 8. Juli 1960 in Bad Salzuflen. Seit 25 Jahren bin ich im Raum Aachen zu Hause und lebe dort gemeinsam mit meiner Partnerin. Von Beruf bin ich Architektin und habe bis September 2007 als Leiterin des Kreisbauamtes in Aachen gearbeitet. Dann bin ich in den Bundestag nachgerückt und dort Sprecherin für Wohnungspolitik und Tourismus meiner Fraktion. In der Partei bin ich seit 1989 aktiv. Für meine Hobbys Krimis, Rad fahren, Musik hören und machen bleibt in der Politik leider wenig Zeit, aber es gefällt mir, zu 100 Prozent Politik zu machen.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Natürlich sind da zunächst meine fachlichen Zuständigkeiten der Tourismus- und Wohnungspolitik. Als grüne Sprecherin für Wohnungspolitik ist mir die energetische Sanierung des Wohnungsbestands ein besonderes Anliegen. Dass Grüne Politik sich für den Klimaschutz stark macht, ist selbstverständlich. Doch darf dies weder ausschließlich zu Lasten der HausbesitzerInnen noch der MieterInnen gehen. In der Tourismuspolitik will ich mich weiterhin dafür einsetzen, die Attraktivität des Urlaubsziels Deutschland zu steigern. Der Erhalt und der Schutz von Natur und Landschaft ist die wichtigste Voraussetzung für attraktive touristische Angebote. Um sie nachhaltig zu erschließen, müssen Touristikregionen besser durch die Bahn erreichbar werden, und ein Ausbau von Radwegen eröffnet vielerorts neue Möglichkeiten. Darüber hinaus setze ich mich politisch vor allem dafür ein, dass niemand wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden darf. Eine weitere Herzensangelegenheit ist die politische Unterstützung von Bürgerinitiativen bei der Verhinderung von Umgehungsstraßen.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Klimakrise und Wirtschaftskrise sind gewaltige Herausforderungen nicht nur für die Politik, sondern für die gesamte Bevölkerung weltweit. Dabei darf nicht der Fehler gemacht werden, diese Krisen getrennt voneinander zu behandeln oder das eine Problem gegen das andere auszuspielen. Der Ansatz „Arbeit vor Umwelt“ zieht schon lange nicht mehr. Im Gegenteil! Deshalb wollen wir Grüne einen Weg aufzeigen, der es erlaubt die Klima- und die Wirtschaftskrise gemeinsam zu lösen. Mit Investitionen in den Klimaschutz, beispielsweise durch die energetische Sanierung von Gebäuden sowie den Ausbau regenerativer Energien und die Förderung der jeweiligen relevanten Forschungsbereiche, soll die Wirtschaft nachhaltig gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Internetplattformen und virtuelle Foren haben in den vergangenen Jahren zunehmend Einfluss auf die Bildung der öffentlichen Meinung gewonnen. Bestes Beispiel für einen erfolgreichen Internetwahlkampf ist der Wahlkampf des US-Präsidenten Obama. Trotzdem ist klar, dass man sich nicht nur auf einen reinen Internetwahlkampf reduzieren kann, schließlich erreicht man damit nicht alle Teile der Gesellschaft.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Wählen gehen, heißt Weichen stellen. Wem die Zukunft egal ist, geht nicht wählen. Wer Klima und Arbeit zusammen sieht, wählt grün.

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