5 Fragen an Wolfgang Bosbach, MdB

von duwählst.de am 04.07.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Wolfgang Bosbach, 57 Jahre, von Beruf Betriebswirt und Jurist. Ich arbeite als Rechtsanwalt in Bergisch Gladbach und bin seit knapp 20 Jahren in der Kanzlei Winter, Jansen & Lamsfuß tätig. Ich bin verheiratet, meine Frau und ich haben drei Töchter. Unsere älteste Tochter, Caroline, hat soeben ihr Abitur „gebaut“, Natalie und Viktoria gehen noch zur Schule. Ich bin seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2000 stellvertretender Fraktionsvorsitzender mit den Arbeitsschwerpunkten Innen- und Rechtspolitik.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

In den vergangenen Jahren habe ich mich, insbesondere nach den dramatischen Ereignissen vom 11. September 2001, im Zuge meiner parlamentarischen Arbeit dafür eingesetzt, Deutschland Stück für Stück sicherer zu machen, um unser Land und die Bürgerinnen und Bürger besser vor den Bedrohungen des internationalen Terrorismus schützen zu können. Darüber hinaus waren die Bereiche Ausländer- und Asylrecht, Integrationspolitik, aber auch das ebenso schwierige wie sensible Thema gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen Arbeitsschwerpunkte. In der nächsten Wahlperiode geht es um die Bewältigung der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, insbesondere um die notwendige Wiederbelebung der Wachstumskräfte unserer Volkswirtschaft und um eine stärkere Betonung der Themen Bildung und Integration, denn diese Bereiche werden für die Zukunft unseres Landes von ganz entscheidender Bedeutung sein.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Zweifellos hat die Große Koalition unter der Kanzlerschaft von Angela Merkel in den vergangenen Jahren viel Positives erreicht: Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist deutlich besser als zu Zeiten von Rot-Grün, die sozialen Sicherungssysteme konnten stabilisiert werden und hätte uns nicht die Finanz- und Wirtschaftskrise die Situation in den öffentlichen Haushalten, rustikal formuliert, total verhagelt, wären wir auch in puncto Sanierung der Staatsfinanzen auf einem sehr erfolgversprechenden Weg geblieben. Dies zeigt, dass die Union besser als jede andere Partei in der Lage ist, unser Land zu regieren. Dies bedeutet nicht, dass die Union immer alles richtig und die anderen Parteien immer alles falsch machen, aber wenn man sich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ansieht, dann lässt sich anhand einer Vielzahl von Beispielen beeindruckend dokumentieren, dass CDU und CSU die für unser Land wirklich wichtigen Entscheidungen erstens richtig und zweitens immer gegen den Widerstand der SPD getroffen haben. Die Union ist als große Volkspartei besser als jede andere Partei in der Lage, unterschiedliche gesellschaftliche Interessen zu bündeln und zu einem Ausgleich zu bringen. Außerdem bündelt sie wie keine andere Partei sowohl wirtschaftliche als auch soziale Kompetenz, was unserem Land ein hohes Maß an gesellschaftlicher Stabilität gegeben hat.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Der Stellenwert des Internets hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen, dies gilt auch und nicht zuletzt im Hinblick auf Wahlkämpfe. Und da die Bundestagswahl 2009 sicherlich erneut eine ganz erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit finden wird, spielt die Nutzung des Internets sowohl für die politische Kommunikation – und damit auch für den Wahlausgang – eine immer größere Bedeutung.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass sich möglichst alle für sie engagieren. Natürlich bin auch ich mir darüber bewusst, dass es in unserem Land leider ein hohes Maß an Politik-, genauer gesagt, Politikerverdrossenheit gibt, aber dies sollte nun wirklich kein Grund sein, sich nicht für politische Fragen zu interessieren und zumindest in bestimmten politischen Themen aktiv zu engagieren. Im Gegenteil. Wenn man mit der Politik unzufrieden ist, müsste dies eigentlich Ansporn sein, es durch eigenes Engagement besser zu machen.

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