5 Fragen an Angelika Graf, MdB
1. Wer sind Sie und was machen Sie?
Ich bin seit 1994 Bundestagsabgeordnete für Stadt und Landkreis Rosenheim und habe vorher u.a. als Programmiererin und pädagogische Mitarbeiterin gearbeitet. Ich habe mich lange in der Kommunalpolitik engagiert und bin Mutter zweier erwachsener Töchter. Ich bin in Berlin stellvertretende Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Menschenrechte und humanitäre Hilfe. In der Partei engagiere ich mich u.a. als Landesvorsitzende der bayerischen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und Mitglied im Landesvorstand der BayernSPD.
2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?
Ich setze mich in und mit der SPD für eine moderne Familienpolitik ein, die auch Alleinerziehende nicht außen vor lässt und für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgt. Neben mehr, besserer und gebührenfreier Kinderbetreuung brauchen wir den Ausbau wohnortnaher Unterstützungsangebote für Familien sowie eine finanzielle Stärkung vor allem junger Familien. Ich setze mich außerdem dafür ein, dass die älter werdende Gesellschaft als Chance betrachtet und genutzt wird. Wir brauchen dazu eine Stärkung des Miteinanders von Jung und Alt, mehr politische und gesellschaftliche Beteiligung schon in der Kommunalpolitik, eine starke Infrastruktur mit mehr Investitionen in die Bildung und gute soziale Absicherung mit solidarischen Bürgerversicherungen. Als langjährige Menschenrechtspolitikerin kämpfe ich seit langem schon für die Achtung der Menschenrechte weltweit.
3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?
Weil die SPD mit Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, Finanzminister Peer Steinbrück und Arbeitsminister Olaf Scholz in der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise das Ruder übernommen hat mit der Stabilisierung der Finanzwirtschaft, den beiden Konjunkturpaketen und der Ausweitung der Kurzarbeit, die viele Arbeitsplätze bisher trotz Krise gesichert hat – während CDU und CSU darüber diskutierten, ob sie dafür, dagegen oder beides sind und die Bundeskanzlerin orientierungslos umher trieb. Die SPD steht zudem für eine moderne Familienpolitik, für mehr, bessere und gebührenfreie Bildung und eine solidarische Gesellschaft mit mehr Bürgerrechten und einem Abbau von Benachteiligungen, z.B. wegen einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung. Wir haben mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gegen viele Widerstände die Grundlage für mittlerweile 280.000 neue Jobs in dem Bereich geschaffen und stehen weiter für eine Stärkung der Umwelttechnik zugunsten des Klimas aber auch zugunsten von zukunftsfesten Arbeitsplätzen. In der Großen Koalition hat die SPD den Atomausstieg gegen die Kanzlerin und ihre Verbündeten in der Atomlobby verteidigt.
4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?
Der Stellenwert des Internets als Informationsquelle und auch speziell im Wahlkampf nimmt stetig zu. Ich habe deswegen eine Homepage www.grafspd.de auf der ich über meine Arbeit informiere und im Wahlkampf zum Beispiel Termine für Veranstaltungen bekanntgebe und für die SPD werbe. Dies möchte ich auch noch weiterentwickeln. Letztlich geht aber nichts über den persönlichen Kontakt. Deswegen bin ich immer viel in meinem Wahlkreis unterwegs und lade regelmäßig die Menschen in meinem Wahlkreis zu Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen ein.
5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?
Ich freue mich über diese Plattform und alle, die sich daran beteiligen. Denn ohne Beteiligung hat unsere Demokratie keine Grundlage. Ich halte es für besonders wichtig, dass bei jungen Menschen das Interesse für Politik und Beteiligung geweckt wird. duwählst.de ist ein guter Beitrag dafür.







