5 Fragen an Biggi Bender, MdB

von duwählst.de am 18.06.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Biggi Bender. Ich komme aus Stuttgart und bin gesundheitspolitische Sprecherin in der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Als Leiterin der Arbeitsgruppe „Zukunft der Sozialen Sicherungssysteme“ engagiere ich mich für mehr Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Solidarsysteme und deren Umbau (Kranken-, Unfall-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Besonders wichtig sind mir auch die Gendiagnostik, der Schutz vor Passivrauchen oder die Debatte um die Patientenverfügung, die ich in den letzten Jahren intensiv begleitet habe. Ich gebe mich aber nicht nur mit der Gesundheitspolitik zufrieden, sondern engagiere mich auch in anderen Politikfeldern wie der Umwelt-, Verbraucherschutz oder Energiepolitik.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Ich setze mich für ein gerechtes Gesundheitswesen ein, in dem die PatientInnen im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit meinen FraktionskollegInnen engagiere ich mich für die Bürgerversicherung, in die alle BürgerInnen, also auch Beamte, PolitikerInnen und Selbstständige einzahlen. Diese Versicherung sorgt für mehr Gerechtigkeit und eine nachhaltige Finanzierung der Krankenversicherung. Ich setze mich ein für mehr Qualität in der medizinischen Versorgung, denn die Versicherten haben ein Recht auf eine gute Information, Beratung und Behandlung. Deshalb müssen die Rechte der PatientInnen gestärkt werden, z.B. durch ein Patientenrechtegesetz. Mir liegt die gesundheitliche Prävention am Herzen. Krankheiten zu verhindern und Gesundheit zu fördern ist eine zentrale Aufgabe der Gesundheitspolitik. Die Prävention muss den gleichen Stellenwert erlangen, wie die Behandlung von Krankheiten, Rehabilitation und Pflege.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist eine Verständigung darüber notwendig, wie wir die großen sozialen, ökologischen und ökonomischen Probleme lösen wollen. Wir wollen nachhaltig und ökologisch wirtschaften, z.B. durch größere Investitionen in Erneuerbare Energien und damit Arbeitsplätze. Wirtschaftlicher Aufschwung und ökologische Modernisierung sind für uns kein Widerspruch, sondern eine Notwendigkeit, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die soziale Absicherung ist darauf angewiesen, dass Einkommen erwirtschaftet werden. Zukünftig sollen alle Einkommen, z.B. auch Kapitaleinkünfte, in die Krankenversicherung fließen.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Das Internet hat einen zunehmenden Stellenwert im Wahlkampf. Gerade jüngere und WählerInnen der Grünen nutzen das Internet zur Meinungsbildung. Es geht nicht nur darum, sich über politische Konzepte und Ideen zu informieren, sondern sich einzumischen und zu engagieren.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Nutzen Sie das Angebot dieser Homepage, informieren Sie sich über politische Konzepte und Ideen, fragen Sie nach, bilden Sie sich eine Meinung und gehen Sie am 27. September zur Wahl.

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