5 Fragen an Claudia Roth, MdB
1. Wer sind Sie und was machen Sie?
Mein Name ist Claudia Roth, ich bin Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Bundestagsabgeordnete. Für mich war schon als Jugendliche klar, dass ich die Welt lebenswerter und gerechter machen möchte. Bevor ich Mitte der achtziger Jahre zu den Grünen kam, war ich Managerin der Band „Ton Steine Scherben“, die sehr politisch war und die Kultur von Jugendlichen und jungen Erwachsene in den 70er und 80er Jahren mit prägte. Für die Grünen zog ich 1989 ins Europaparlament ein und war dort unter anderem Fraktionsvorsitzende. 1998 wurde ich über die bayerische Landesliste in den Bundestag gewählt. In der rot-grünen Regierung war ich Beauftragte für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt. Von 2001 bis 2002 und seit 2004 bin ich Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen. In diesem Jahr kandidiere ich erneut als Spitzenkandidatin für die bayerischen Grünen und als Direktkandidatin im Wahlkreis Augsburg Stadt und Königsbrunn.
Mehr Informationen über mich gibt es unter www.claudia-roth.de.
2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?
Gerechtigkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit sind MEINE Themen. Deshalb setze ich mich für den Schutz der Menschenrechte, für Integration und ein solidarisches Zusammenleben der Generationen ein. Aber auch der Kampf für den Atomausstieg, den CDU und FDP wieder rückgängig machen wollen, gehört dazu, und mein Einsatz für die Energiewende, die in Deutschland Arbeitsplätze mit Zukunft schafft. Wichtig sind mir auch Datenschutz und Bürgerrechte, die aufgrund der Datensammelwut der Wirtschaft und ständig neuer Überwachungsgesetze des Staates zunehmend in Gefahr sind.
3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?
Weil wir die Partei der Zukunft sind und für die kommenden Generationen mitdenken. Für uns stehen vier Themen im Mittelpunkt: Klima, Arbeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Wir sind überzeugt, dass nur grün aus dieser Krise hilft, weil es ja nicht nur Wirtschaft- und Finanzkrise, sondern auch Klimakrise und Hungerkrise ist, die weltweit eine Milliarde Menschen mit Hunger bedroht. Deshalb engagieren wir uns für eine nachhaltige Wirtschaft, für Solidarität in der einen Welt, für Bildung, die nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt und für eine Million Jobs in den Bereichen Umwelt, Bildung und Gerechtigkeit.
4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?
Wir machen auf www.gruene.de einen intensiven Internetwahlkampf mit immer neuen aktuellen Videos und einem Twitter-Livestream. Über unser Mitmach-Portal „Meine Kampagne“ können sich Grüne und Nicht-Grüne an Internetaktionen beteiligen, sich über Vor-Ort-Aktionen informieren und grüne Positionen kennenlernen. Auf youtube gibt es den Kanal Grün http://www.youtube.com/user/GRUENE , auf dem von Wahlkampfspots, Statements und Aktionsvideos, über Mitschnitte von Pressekonferenzen bis zu Parteitagsreden alles zu finden ist. Zahlreiche Videos finden sich ja bereits auf duwählst.de.
Auf Facebook, StudiVZ und MeinVZ gibt es inzwischen große „grüne“ Communities mit einem regen Austausch. Gerade jetzt im Wahlkampf ist meine Facebook Seite eine tolle Möglichkeit, mit Freundinnen und Freunden und Wählerinnen und Wählern zu diskutieren.
Natürlich stelle ich auch auf meiner eigenen Seite www.claudia-roth.de Videos und Berichte über die laufende Wahlkampftour ein. Über eine Google-Map können sich die Bürgerinnen und Bürger über unsere Tourstopps und Veranstaltungen informieren. Denn bei aller Liebe zu den neuen Medien, sind der Straßenwahlkampf und das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern noch immer das A und O.
5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?
Geht wählen, schmeißt eure Stimme nicht weg! Das gilt ganz besonders für junge Menschen, denn ihre Interessen sind von politischen Entscheidungen massiv betroffen: ob beim Klimaschutz, in der Sozialpolitik, in der Bildungspolitik oder der Steuerpolitik. Die Politik von heute bestimmt mit, wie die Welt, unser Land, unsere Region in 20, 30 oder 40 Jahren aussieht. Wie stark die Folgen des Klimawandels sein werden oder wie groß das Loch in der Staatskasse – darüber wird heute entschieden.







