5 Fragen an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, MdB

von duwählst.de am 16.08.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Geboren 1948 in Bochum, langjähriger Parlamentarier. Seit 1980 gehöre ich dem Deutschen Bundestag an, 2005 wurde ich zu seinem Präsidenten gewählt. In diesem Amt, das ich mit großer Freude ausübe, habe ich eine ganze Fülle von Aufgaben. Zu den wichtigsten gehört die Leitung der Sitzungen im Plenum. Mehr Informationen zum Amt des Bundestagspräsidenten gibt es auf der Homepage des Deutschen Bundestages: www.bundestag.de; eine ausführliche Vita findet sich auf meiner Homepage: www.norbert-lammert.de.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Als Bundestagspräsident setze ich mich insbesondere für eine starke Stellung des Parlaments ein, und zwar sowohl mit Blick auf das Zusammenwirken der Verfassungsorgane als auch auf die öffentliche Wahrnehmung. Deshalb bin ich auch mit Nachdruck und Erfolg dafür eingetreten, dass die öffentlich-rechtlichen Sender wieder ausführlicher Plenardebatten übertragen.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Das Wichtigste ist zunächst einmal, überhaupt wählen zu gehen. Denn je höher die Wahlbeteiligung, desto enger ist die Verbindung zwischen den Wählerinnen und Wählern und ihren Repräsentanten. Was die Partei angeht, so empfehle ich aus naheliegenden Gründen meine eigene. Denn mit ihrem gemeinsamen Wahlprogramm geben CDU und CSU klare Antworten, wie wir unser Land unter Führung von Angela Merkel aus der Krise führen und wieder auf Wachstumskurs bringen wollen. Dazu gehört die Sicherung der Funktionsfähigkeit der Märkte, nicht zuletzt der Banken und ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung. Wir wollen, dass unser Land aus der aktuellen internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht geschwächt, sondern gestärkt hervorgeht. Deshalb haben Bildung, Wissenschaft und Forschung eine Schlüsselrolle für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

In dem Maße, in dem immer mehr Bürger ihre Informationen aus dem Internet beziehen und sich über das Internet organisieren, nimmt selbstverständlich auch der Stellenwert des Internets im Wahlkampf zu. Längst nutzen Parteien die neuen Möglichkeiten, um Wähler von ihrem Programm zu überzeugen. Aber auch der persönliche Kontakt vor allem vor Ort, im Wahlkreis bleibt wichtig. Den kann das Internet nicht ersetzen.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Das größte Privileg einer Demokratie ist die Möglichkeit, selbst darüber zu bestimmen, von wem das Land regiert werden soll. Wer auf sein Wahlrecht verzichtet, überlasst anderen die Entscheidung über seine eigenen Angelegenheiten.

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